{"id":23,"date":"2010-09-10T12:30:20","date_gmt":"2010-09-10T10:30:20","guid":{"rendered":"http:\/\/linienhof.blogsport.de\/2010\/09\/10\/aus-indymedia-9-9-2010\/"},"modified":"2010-09-10T12:30:20","modified_gmt":"2010-09-10T10:30:20","slug":"aus-indymedia-9-9-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linienhof.noblogs.org\/?p=23","title":{"rendered":"aus: indymedia, 9.9.2010"},"content":{"rendered":"<p><strong>(bln) Linienhof bleibt!! Baugruppen stoppen!<\/strong><\/p>\n<p>\u00fcberlebensk\u00fcnstlerin<br \/>\n09.09.2010 19:55<br \/>\nThemen: Freir\u00e4ume<\/p>\n<p>Zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema &#8222;Stadtentwicklung &#8211; Baugruppen &#8211; gewachsene linke Strukturen im Interessenkonflikt&#8220; erschienen die eingeladene Baugruppe, die das Werkstattprojekt Linienhof bedroht, nicht.<br \/>\nDeswegen statteten einige Aktivist_innen der Miteigent\u00fcmerin Hortensia V\u00f6lckers (k\u00fcnstlerische Direktorin der Bundeskulturstiftung), einen Besuch im Haus der Kulturen der Welt ab, wo diese sich gerade mit der F\u00f6rderung von &#8222;\u00dcberlebensprojekten&#8220; profilieren wollte.<\/p>\n<p>Am Montag, den 6.9.2010 luden Unterst\u00fctzer_innen zur \u00f6ffentlichen Diskussion mit dem Titel &#8222;what&#8217;s left&#8220; ins Caf\u00e9 Morgenrot.<br \/>\nGeladen waren neben dem Unterst\u00fctzer_Innenkreis Linienhof das B\u00fcndnis Steigende Mieten Stoppen, die Initiative Karla Pappel, der Stadtsoziologe Andrej Holm, sowie Mathias Greffrath und andere Mitglieder seiner Baugruppe als Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer_innen und Uwe Rada, der in der taz einen Artikel \u00fcber den Konflikt zwischen Baugruppe und Projekt ver\u00f6ffentlicht hat.<\/p>\n<p>Der mehrdeutige Titel sollte 3 Themenbl\u00f6cke zur Diskussion stellen. Welche Rolle spielen Baugruppen im Prozess der kapitalistischen Stadtentwicklung? Welche Bedeutung hat das f\u00fcr den Kiez und was bleibt von gewachsenen sozialen Strukturen \u00fcbrig? Und wie vereinbart gerade ein Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac, Globalisierungskritiker, Ex-Besetzer-Sympathisant und taz-Autor seine Idee von &#8222;links&#8220; mit der Entsolidarisierung und Zerst\u00f6rung eines bestehenden Projekts?<\/p>\n<p>Es verwunderte sehr, da\u00df weder Mitglieder der Baugruppe noch jemand von der taz erschienen war, da sich gerade diese \u00fcber eine angebliche fehlende Gespr\u00e4chsbereitschaft beklagt hatten. Noch wunderlicher war aber, da\u00df Herr Greffrath auf telefonische Nachfrage angab, die Einladung sei bei ihm im Spam-Ordner gelandet, versehentlich nat\u00fcrlich&#8230;da h\u00e4tte er nicht k\u00f6nnen&#8230;w\u00e4re aber&#8230;<\/p>\n<p>Im Laufe der Diskussion entspann sich zwischen den Anwesenden das Netz von Senat f\u00fcr Stadtentwicklung und Baugruppen. In den beliebten Bezirken sollen die letzten Baul\u00fccken geschlossen werden. Zielgruppe sind kleine private Bauherren oder eben Baugruppen, da die meist kleinen Grundst\u00fccke keine Gro\u00dfinvestitionen erm\u00f6glichen. Leute mit gen\u00fcgend Geld, Verbundenheit mit der Stadt, die sich irgendwie einsetzen, wof\u00fcr auch immer. Ideelle Unterst\u00fctzung und bevorzugte Vergabe von Grundst\u00fccken durch den Senat an Baugruppen sollen den Markt bereiten. Architekten reihen sich ein und bieten Baugruppen ihre Dienste an oder initiieren sie selbst. F\u00fcr den ehemaligen Mieter und sp\u00e4teren Eigent\u00fcmer steigt der Anreiz zum Eigenheim, wenn die Mieten steigen. Ist gen\u00fcgend Eigenkapital und oder Kreditw\u00fcrdigkeit vorhanden, beginnt die Rechnerei.<\/p>\n<p>Anhand von Zahlen und Beobachtungen lie\u00df sich zeigen, da\u00df Baugruppen zur Zeit in einigen Bezirken einen gro\u00dfen Anteil im Bereich des Eigentumswohnungsneubaus stellen. Der Senat und die Bauindustrie machen Kasse, obendrauf will der Senat damit soziales Engagement vorgaukeln und gleichzeitig auf die Baugruppen abw\u00e4lzen. Wer da als Bauherr nicht aufmerksam genug ist, kommt leicht zwischen die Zahnr\u00e4der von Bauindustrie, Architektentr\u00e4umen und Politik. Da die Maschinerie aber im Gange ist, l\u00e4\u00dft sich vermuten, da\u00df auch in Zukunft mit Konflikten gegen\u00fcber Baugruppen zu rechnen ist. Steigende Einwohnerzahlen, steigende Zahl von Einpersonen-Haushalten, steigende Mieten, Platzmangel, fehlender sozialer Wohnungsbau, fehlende Mietbegrenzungen, etc. werden das Problem versch\u00e4rfen!<\/p>\n<p>Am Dienstag, 7.9.2010: \u00dcberlebenstraining mit Hortensia in der schwangeren Auster<\/p>\n<p>Da am Vortag niemand von der Baugruppe zum Gespr\u00e4ch erschienen war, haben sich die Unterst\u00fctzer_innen des Linienhofs diesmal bei der k\u00fcnstlerischen Direktorin der Kultustiftung des Bundes Hortensia V\u00f6lckers (Miteigent\u00fcmerin und Baugruppenmitglied Linienhof) eingeladen. Dazu besuchten sie im Haus der Kulturen der Welt die Auftaktveranstaltung von &#8222;\u00dcber Lebenskunst&#8220;, einem irgendwie undurchsichtigen Kunstprojekt, das mit diesem Titel genau auf die Situation passte. Als sie an den T\u00fcrstehern vorbei waren, hatten sie die erste K\u00fcr \u00dcberlebenskunst hinter sich und ein Publikum von ca. 400 Personen vor sich, in das sie einsickerten. Nun war Frau V\u00f6lckers mit ihrer Er\u00f6ffnungsansprache an der Reihe. Da war viel von Nachhaltigkeit und besseren Ideen oder Umweltproblemen zu h\u00f6ren oder auch davon, da\u00df der Zerst\u00f6rung der Umwelt vorgebeugt werden m\u00fcsse, aber kein Wort von ihrem zerst\u00f6rerischen Werk gegen\u00fcber dem Linienhof.<\/p>\n<p>Diesen Moment nutzten die Unterst\u00fctzer_innen des Linienhofs, um ein Transparent (Die Kunst des \u00dcberlebens mit Frau V\u00f6lckers&#8230;Linienhof bleibt!) zu entrollen, Flyer zu verteilen und eine entsprechende Ansprache an sie zu richten, in der das Problem kurz vorgestellt wurde. Aus dem Publikum kamen Solidarit\u00e4tsbekundungen, ein Gast forderte ein Mikrofon f\u00fcr die Aktivist_innen, Flyer wurden \u00fcberreicht. Herzlichen Dank ans Publikum f\u00fcr die Unterst\u00fctzung!!<\/p>\n<p>Nach einigem hin und her war Frau V\u00f6lckers dann doch gespr\u00e4chsbereit, nachdem ihr Bestechungsangebot fehl geschlagen war: nein, wir haben uns nicht zum Essen einladen lassen, um daf\u00fcr zu gehen. Im Zusammenhang ihres Bauvorhabens und den daraus resultierenden Problemen f\u00fcr den Linienhof, konnte sie keine Verantwortung f\u00fcr ihr Handeln \u00fcbernehmen. Wie sie zur Teilhabe an der Baugruppe gekommen war, konnte sie nicht beschreiben, irgendwie sei der Senat schuld, weil er das Grundst\u00fcck verkauft habe&#8230; Aber kein Grund zum verzweifeln, sicher werden wir uns wiedersehen, um im Gespr\u00e4ch zu bleiben&#8230;\u00dcberlebt&#8230;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/\"><br \/>\n<\/a>http:\/\/de.indymedia.org\/2010\/09\/289579.shtml<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(bln) Linienhof bleibt!! Baugruppen stoppen! \u00fcberlebensk\u00fcnstlerin 09.09.2010 19:55 Themen: Freir\u00e4ume Zu einer Diskussionsveranstaltung zum Thema &#8222;Stadtentwicklung &#8211; Baugruppen &#8211; gewachsene linke Strukturen im Interessenkonflikt&#8220; erschienen die eingeladene Baugruppe, die das Werkstattprojekt Linienhof bedroht, nicht. 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